Unter einem Redirect (deutsch: umleiten) versteht man eine Weiterleitung von einer URL auf eine andere URL. Die Umleitung kann domain-intern aber auch extern erfolgen. Man unterscheidet zwischen serverseitige, clientseitige und automatische Umleitung. Die serverseitige Umleitung erfolgt mit entsprechenden Angaben direkt auf dem Server (meist per htaccess-Datei), die clientseitige Umleitung wird auf einer Clientebene (meist CMS-System) eingestellt. Die automatische Umleitung kann nach Einstellung der ersten beiden Methoden finalisiert werden oder auch serverseitig eingestellt werden.

Welche Redirect-Formen gibt es

Bei den Redirects unterscheidet man zwischen

  • 301 Redirect – permanently moved
  • 302 Redirect – temporarily moved
  • 200 Redirect – OK

Der 301 Redirect ist die am häufigsten verwendete Weiterleitung. Mit dieser Weiterleitung signalisieren wir Google, dass eine URL permanent umgezogen ist. Lt. Google wird auch der PageRank weitergeleitet.

Ein 302 Redirect zeigt an, dass eine URL temporär umgezogen ist. Diese Weiterleitung wird nicht empfohlen, da man generell URLs nur permanent umziehen sollte. Einen temporären Umzug zu kommunizieren ist für Google kein eindeutiges Zeichen.

Ein 200 Redirect ist eigentlich keine Weiterleitung, sondern lediglich ein Status-Code, der angezeigt wird, wenn eine Weiterleitung erfolgreich weitergereicht wird.

Wann wird ein Redirect gesetzt

Bei einer ganz neuen Website kommen Redirects meist kaum vor. Wenn man jedoch einen Relaunch vor sich hat oder bestehende URLs geändert werden sollen, sind Redirects essenziell, um keine Rankings in der organischen Suche oder gar Backlinks auf einzelne URLs zu verlieren. Hier eine Checkliste wann Redirects gesetzt werden sollten:

  • Bei einem Relaunch (Redirect der alten URLs auf die neuen URLs)
  • Wenn die Website mit www. und ohne erreichbar ist (zählt als Duplicate Content, da Google das www. als Subdomain ansieht)
  • Bei Änderung von URLs
  • Bei Entfernung von einem Zwischenordner (folder, Beispiel: .de/zwischenordner/keyword)

Wie und wo kann ich einen Redirect setzen

Es gibt verschiedene Möglichkeiten bzw. Ebenen einen Redirect zu setzen.

Redirect in der htaccess-Datei (Apache-Server)

Die wohl bekannteste Form ist das Einfügen eines Redirects in die htaccess-Datei. Ein Eintrag in diese Datei sollte nur von einem erfahrenen Programmierer vorgenommen werden. Die Datei ist sehr empfindlich und durch eine Fehlkonfiguration könnte die Website nicht mehr erreichbar sein. Demnach empfiehlt es sich von der Datei erstmal ein Backup zu erstellen. Folglich schaut der Eintrag in eine htaccess-Datei aus:

Redirect 301 http://www.domain.de/alte-url/ http://www.domain.de/neue-url/

Sehr wichtig zu beachten ist, dass die Funktion

RewriteEngine on

aktiv ist.

Redirect im CMS über Plugins oder Extensions

Eine sehr komfortable Lösung ist mit Sicherheit Weiterleitungen innerhalb des CMS-Systems zu hinterlegen. Mit Hilfe von Plugins oder Extensions können zusätzliche Bereiche in der Admin-Oberfläche zur Verfügung gestellt werden, über die man dann erfolgreich und vereinfacht Redirects setzen kann. Beispielsweise gibt es im CMS-System WordPress zahlreiche Plugins, mit denen man diese Funktion erhalten kann. Wir können in diesem Fall für WordPress das Plugin Redirection empfehlen.